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Die Schattenseiten der Milchwirtschaft

In meiner heutigen Geschichte, geht es um die Schattenseiten der Milchwirtschaft und darüber ob und wie es einen gangbaren Weg gibt, den auch die Tiere für sich als lebenswert und wertschätzend empfinden.

Milchwirtschaft bedeutet, zumindest in den meisten Fällen, dass jedes Jahr Leben produziert wird, das mitunter keine wirkliche Verwendung hat. Das Milchvieh, sei es eine Kuh, ein Schaf oder eine Ziege, wurde auf Milchleistung gezüchtet und somit setzen diese Tiere jegliche Form von Energie in die Milchproduktion um. Das Resultat daraus ist, dass kaum was dran ist an diesen Tieren und sie deswegen für die Fleischproduktion uninteressant sind. Dies bedeutet, dass Tiere, die den Anforderungen der Milchproduktion, nicht entsprechen, folglich auch nicht zuchttauglich sind, eigentlich ein Abfallprodukt sind. Das sind unzählige männliche Kälber, Böcke und Widder jedes Jahr und auch etliche weibliche Tiere, die eben aus diversen Gründen aus diesem System fallen. Die Babies werden meist gleich nach der Geburt getötet und entsorgt.

Natürlich ist dies nicht in allen Betrieben so. Es gibt auch die Möglichkeit, beispielsweise die Kuh mit einem Stier einer Fleischrasse zu belegen. So setzt das Kälbchen dann mehr Fleisch an und kann besser vermarktet werden. Besonders in Österreich ist dies, meines Wissens nach, üblich.

Doch in vielen Betrieben ist eben so, dass neugeborene "Nutztiere" getötet und entsorgt werden.

Sowieso bedeutet Milchwirtschaft in den meisten Fällen, dass die Neugeborenen, gleich nach der Geburt, von ihren Müttern getrennt werden und ohne ihre Mütter, meist von einer Maschine, aufgezogen werden. Denn die kostbare Milch ist ja für die Menschen gedacht und viele andere Faktoren, machen die muttergebundene Aufzucht schwierig. Das ist in der konventionellen Landwirtschaft so und auch im Biobetrieb ist es nicht anders!

Und so geht es für die Milchtiere Jahr für Jahr.

Der schönste Tag im Jahr, an dem die Milchkuh, das Milchschaf, die Milchziege, ihr/e Kind/er zur Welt bringt, ist gleichzeitig der furchtbarste Tag im Jahr!

Meine Beobachtung ist, dass dieser Tag/diese Tage ihres Lebens,bei den Tieren tiefe Wunden hinterlässt, die ihr Leben lang nicht mehr heilen!

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen gemeinsamen Weg mit unseren Ziegen zu finden und zu gehen! Wir streben eine Kooperation an, die auch die Ziegen als lebenswert und wertschätzend empfinden- und zwar aus ihrer Sicht, nicht das, was vielleicht wir Menschen als „artgerecht“ ansehen. Wenn es einen gangbaren Weg gibt, dann sollten die daran beteiligten Tiere, ganauso ein Stimmrecht haben, wie die beteiligten Menschen!

Meiner Meinung nach, geht es in jedem Bereich des Lebens um Kooperation. Alles was wir tun, hat Auswirkungen auf irgendwen, oder irgendwas.

Mein Wunsch ist es, einen Weg zu gehen, der möglichst im Einverständnis und im Einklang mit allen Beteiligten ist!

Ich habe das Gefühl, es gibt noch viel zu wenig Wertschätzung, Empathie,Bewusstsein uvm. für die „Nutztiere“, die tagtäglich ihr Leben für uns lassen. Die tagtäglich ihre Milch für uns geben. Die sich tagtäglich unseren Vorstellungen beugen. etc.

Diese Tiere wollen gesehen werden! Sie wollen eine Stimme bekommen und Verständnis erfahren!

Unsere Ziegen ziehen ihre Kinder momentan ein paar Wochen selbst auf und wir gestalten die Trennung individuell. Manche Kitze sind schon recht bald, sehr selbständig und kaum bei ihren Müttern und Andere sind sehr auf ihre Mamas bezogen. Hier wäre der Plan für nächstes Jahr, dass die Kitze die ganze Aufzuchtszeit bei ihren Müttern bleiben dürfen! Wie genau, erfährt ihr in kommenden Posts

Nach der Trennung von ihren Müttern, werden die Kitze momentan von Kindergärtnerinnen-Ziegen aufgezogen, gehegt und gepflegt und haben ständigen Zugang zu einem Tränkeautomaten, bei dem sie sich rund um die Uhr bedienen können!


Unser Ziel ist, soviele Ziegen wie möglich durchzumelken- d.h. Sie bekommen 1 Mal Kitze und werden dann solange es möglich ist gemolken.

Mehr erfährt ihr in meinen kommenden Posts

Auf dem Foto seht ihr Hannelore mit ihrer Hedwig



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